• Obere Reihe/Stipendiaten, v. l.n.r. : Dennis T odorovic, Christoph Mathieu („Die Laika Kapsel“), Stephan Bergmann („I love Cyborgs “), Valentin Riedl („Lost in Face “), Andreas Kannengießer , Kathrin Schrocke (Buchautorin), Andreas Doeltgen, Birgit Stauber („Freak City“). Untere Reihe/die Jury, v.l.n.r.: Mirko Derpmann, Wim Wenders, Petra Müller mit NRW-Medienministerin Angelica Schwall-Düren, die ein Grußwort sprach © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Die Jury: Mirko Derpmann, Wim Wenders und Petra Müller © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Wim Wenders mit NRW-Medienministerin Angelica Schwall- Düren © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Oberbürgermeister Thomas Geisel mit Wim und Donata Wenders © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Bernd Eichhorn (Wim Wenders Stiftung) mit den Stipendiaten Dennis Todorovic, Christoph Mathieu („Die Laika Kapsel“) © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Die Stipendiaten Dennis Todorovic und Christoph Mathieu („Die Laika Kapsel“) im Gespräch mit Wim Wenders © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Stipendiat Stephan Bergmann („I love Cyborgs“) und Wim Wenders © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Stipendiat Valentin Riedl („Lost in Face“) im Gespräch mit Wim Wenders © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW
  • Die Stipendiaten Birgit Stauber und Andreas Kannengießer („Freak City“) mit Wim Wenders © Heike Herbertz / Film- und Medienstiftung NRW

Mit dem Wim Wenders Stipendium wurden am 2. Juni 2015 in der Filmwerkstatt in Düsseldorf vier Projekte mit insgesamt 100.000 Euro ausgezeichnet. Zum Zweiten Mal hatte die Film- und Medienstiftung NRW in Zusammenarbeit mit der Wim Wenders Stiftung das Stipendium zur Entwicklung von innovativen Filmideen ausgeschrieben. Gefördert werden junge Filmschaffende, deren Vision es ist, mit neuen Mitteln zu erzählen und die filmische Bildsprache zu erweitern.

„Das Wim Wenders Stipendium ist sehr gut angenommen worden. Die Bewerbungen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und zeigten eine große  Vielfalt in den Genres mit einem leichten Schwerpunkt bei Science Fiction und Zukunftsvisionen“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW. „Herzlichen Dank an alle Bewerber und Bewerberinnen für die überzeugenden Anträge und Gratulation an die Stipendiaten, die sich heute in den Pitchings mit ihren Projekten durchsetzen konnten. Und vor allem Herzlichen Dank an Wim Wenders, Mirko Derpmann und das gesamte Team der Düsseldorfer Wim Wenders Stiftung.“

Aus den eingereichten Anträgen entschied die Jury unter Vorsitz von Wim Wenders. Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, sowie Mirko Derpmann, Kreativdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung Scholz & Friends, waren die weiteren Mitglieder der Jury.

„Der Hauptgedanke hinter unserem Stipendium ist, junge Filmemacher zu fördern, die innovativ an bekannte Formen und Formate herangehen, ob fiktional oder dokumentarisch. Die Jury hat sich auch diesmal für diejenigen Bewerber entschieden, die uns sowohl mit einem außergewöhnlichen Stoff überzeugt haben, als auch auf eine Auseinandersetzung mit ihrer Bildsprache hoffen lassen“, so Juryvorsitzender Wim Wenders.

Für mehr Informationen siehe filmstiftung.de

PREISTRÄGER

FREAK CITYAndreas Kannengießer und Birgit Stauber, Berlin

Coming-of-Age-Drama, 25.000 Euro

Lea ist hübsch, temperamentvoll – und von Geburt an gehörlos. Als Mika sie zum ersten Mal sieht, zieht ihn das quirlige Mädchen sofort in ihren Bann. So sehr, dass er beschließt, einen Gebärdensprachkurs zu machen. Familie und Freunde sind skeptisch und bald kommen ihm selbst erste Zweifel. Und plötzlich ist da wieder Sandra, Mikas Ex-Freundin, über die er nie ganz hinweggekommen ist. Doch Lea hat sich schon in sein Herz geschlichen…

DIE LAIKA-KAPSELDennis Todorovic und Christoph Mathieu, Köln

Science Fiction, 40.000 Euro

Ein philosophisches Kammerspiel in 3D, eine Science-Fiction Parabel, in der der Weltraum als Sehnsuchtsort der dreidimensionalen Klaustrophobie einer Raumkapsel entgegengesetzt wird.

Ein Astronaut löst sich im All vor den Augen seiner Kollegen in seine molekularen Bestandteile auf. Die Crew ist sich einig: Timokow war kein Mensch sondern ein nanotechnologisch erschaffener Humanoider. Ein unheimlicher Verdacht bringt die friedliche Crew aus dem Gleichgewicht.

I LOVE CYBORGSStephan Bergmann, Aachen

Dokumentarischer Essayfilm, 25.000 Euro

I LOVE CYBORGS berichtet von einer kleinen Gruppe vernetzter Menschen, die bereits als Cyborgs leben. Sie programmieren und bauen sich ihre kybernetischen Erweiterungen selbst und verteidigen ihre Ideen gegen die großen Konzerne. Zusammen mit Neil Harbisson, der als erster Cyborg von einer Regierung offiziell als solcher anerkannt wurde, gehen wir auf eine Reise in die technologische Zukunft unseres menschlichen Körpers.

LOST IN FACEValentin Riedl, München

Portrait, 10.000 Euro

Als Kind bewundert Carlotta ihre Mutter, die auf der Straße jeden ihre Freunde und Nachbarn sofort begrüßt. Erst Jahre später wird ihr bewusst, dass sie gesichtsblind ist und deswegen sich selbst und ihre Mitmenschen nicht am Gesicht erkennt. Seitdem hat sie für tausende Selbstporträts ihr Gesicht mit den Fingern ertastet, um sich endlich selbst zu erkennen.